BREMBO und der Rennsport

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BREMBO Racing

Gegründet wurde das italienische Unternehmen am 11. Januar 1961 von Emilio Bombassei und Italo Breda als kleine Hinterhof-Werkstatt in der Nähe von Bergamo, einer kleinen Stadt in der Lombardei. Ab 1964 begann BREMBO mit der Produktion von Bremsscheiben für Autos, ab 1972 auch für Motorräder. In diesen frühen Jahren war BREMBO lediglich eine kleine Mechaniker-Werkstatt. 1975 folgte dann der Durchbruch, denn BREMBO bestückte das italienische Ferrari-Team in der Formel 1 mit den selbst entwickelten Bremsen.

Durchbruch zum Global Player

Damit produzierte BREMBO die erste italienische Hochleistungsbremse für den Rennsport. Diese Bremse funktionierte im Rennen hervorragend und innerhalb kürzester Zeit wurde BREMBO der führende Spezialist für Motorsport-Bremsanlagen. Das war insofern eine Sensation, weil bislang in Italien nur wenig Know-how bezüglich Rennfahrzeugen und damit auch Bremstechnik vorhanden war. Bremsenteile mussten deshalb aus England zugekauft werden, was für patriotische Italiener – so wie Enzo Ferrari einer war – natürlich eine Zumutung darstellte.

Die weitere Erfolgs- und Wachstumsgeschichte ist bekannt: Neben den Bremsen für Rennfahrzeuge kamen bald Komponenten für Serienfahrzeuge und sogar Nutzfahrzeuge hinzu. BREMBO expandierte ununterbrochen weiter und notiert seit dem Jahr 1995 an der Mailänder Börse. Längst ist der italienische Bremsenhersteller als Global Player nicht mehr nur in Europa, sondern auch in Asien, Nord- und Südamerika präsent. Außerdem wurde BREMBO Lieferant vieler namhafter deutscher, italienischer und asiatischer Automobilhersteller.

Dieses Wachstum schlägt sich in konkreten Zahlen nieder: BREMBO konnte demgemäß im Jahr 2008 mit seinen weltweit fast 6.000 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 900 Millionen Euro erwirtschaften. Wer an der interessanten Unternehmensgeschichte von BREMBO bis heute interessiert ist, der kann sie hier in englischer Sprache weiter verfolgen: http://www.brembo.com/it/il-gruppo/Documents/50/indexEng.html.

BREMBO ist Rennsport

Wir hingegen möchten folgend das Augenmerk auf die Automobil-Rennsportaktivitäten von BREMBO lenken, die angesichts der umfangreichen Palette zu Bremskomponenten für den Straßenverkehr mittlerweile fast untergehen. Denn ungeachtet der weiteren Produkte für Serienfahrzeuge ist BREMBO vor allem bei den Tuning- und Racingkomponenten Vollsortimenter. Das sehr umfangreiche Programm an Tuning- und Racingkomponenten gliedert sich bei BREMBO in fünf Kategorien:

BREMBO Bremsbeläge
BREMBO Bremsbeläge
© BREMBO
  • Bremsbeläge: Die in dieser Kategorie angebotenen Bremsbeläge wurden für den Straßengebrauch entwickelt. Sie erlauben einen sportlichen Fahrstil ohne Komforteinbußen. Bei diesen Bremsbelägen entfällt beispielsweise das Vorwärmen, das bei Sportbremsbelägen anderer Hersteller nach wie vor notwendig ist, um die Bremskomponenten auf Betriebstemperatur zu bringen. Durch eine ausgeklügelte Materialmischung bleibt der Reibwert über einen weiten Temperaturbereich konstant – der Fahrer kann sich auf ein gleichbleibendes Pedalgefühl und einen sauberen Druckpunkt verlassen.
  • Bremsscheiben: Als Pendant zu den Bremsbelägen für Sportfahrer sind die Bremsscheiben der „LINIE SPORT“ im Programm. Sie bedienen die Bedürfnisse von sportlich orientierten Fahrern, die bei überdurchschnittlicher Performance nicht auf Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und Fahrkomfort verzichten möchten. Ergänzend dazu gibt es in der „LINIE TURISMO“ Schwimmscheiben mit einem Bremsring aus Gusseisen mit hohem Kohlenstoffgehalt sowie einer aus Vollmaterial gearbeiteten Aluminiumglocke. Diese aus mehreren Komponenten bestehenden Bremsscheiben überzeugen durch ein stark reduziertes Gewicht, wodurch die ungefederten Massen reduziert werden. Federungskomfort, Handling und Einlenkverhalten verbessern sich damit spürbar.
BREMBO GT Bremsanlage © BREMBO
BREMBO GT Bremsanlage
© BREMBO
  • GT Bremsanlagen: Diese kompletten Bremsanlagen stellen die erst Steigerungsstufe innerhalb des BREMBO-Programms dar. Sie sind deutlich stärker auf die Anforderungen eines Rennstreckeneinsatzes ausgerichtet: Die montagefertigen Bremsanlagen bestehen aus Aluminium-Bremssätteln mit 4, 6 oder 8 Kolben sowie einem Satz spezifisch abgestimmter Bremsbeläge, einem Satz metallummantelter Bremsschläuche sowie Befestigungskleinteilen. Als Bremsscheiben liegen belüftete Integral- oder Kompositscheiben dem Kit bei, gewählt werden können diese Bremsscheiben sowohl in gebohrter als auch in geschlitzter Ausführung.
  • GT-R Bremsanlagen: Diese Bremsanlagen zeigen bereits stark in Richtung professioneller Rennsport. Eine GT-R Bremsanlage besteht aus radial befestigten 4- und 6-Kolben Aluminium-Monoblocsätteln, die aus Vollmaterial gefräst wurden. Weiterhin gehören zum Kit zweiteilige Schwimmscheiben, Bremsbeläge mit frei wählbarem Reibwert sowie Befestigungskleinteile. Nicht zuletzt durch Kolben mit Edelstahlradiatoren wird eine hohe Wärmeableitung gesichert, die eine stabile Bremsleistung im Renneinsatz garantiert.
BREMBO Racing Pack © BREMBO
BREMBO Racing Pack
© BREMBO
  • Racing Pack: Die Racing Packs sind die höchste und letzte Stufe an Bremskomponenten aus dem BREMBO-Programm. Diese konsequent für den Einsatz auf der Rennstrecke abgestimmten Komponenten bestehen aus den Bremsscheiben der GT-R Bremsanlagen, die mit Rennbremsbelägen, hochtemperaturfester Rennbremsflüssigkeit (LCF 600 Plus) sowie Befestigungskleinteilen die höchste Bremsleistung gewährleisten. BREMBO ist dabei nicht auf eine Rennsportkategorie festgelegt, sondern bedient Formate wie Formel-1, Endurance, GT, Turismo, Rallye und weitere. Ungeachtet dessen sind diese Bremsanlagen für den Straßenverkehr durch ihren reduzierten „Fahrkomfort“ nur eingeschränkt empfehlenswert.

AT-RS hilft bei der Auswahl

Mit dieser Fülle an Bremsbelägen, Bremsscheiben und ganzen Bremskits bietet BREMBO seinen Kunden ein ganzes Universum an Auswahlmöglichkeiten: Ein Universum, mit dem sich Renn- und Bremsprofis lange und intensiv beschäftigen müssen, um bei einem Rennfahrzeug die richtigen Komponenten für eine überlegene Bremsenperformance herauszusuchen. Gleichzeitig ein Universum, das den durchschnittlichen Autofahrer, aber wohl auch den ambitionierten Sportpiloten vor viele Fragen stellt. Denn klar ist: Nur einfach aufs Geratewohl teure Komponenten zusammenkaufen – daraus ergibt sich noch lange keine gute Bremsanlage.

PS: Wir stellen auch für Sie die für Ihre Bedürfnisse perfekte Bremsanlage zusammen.

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