Bremsbeläge aus carbonisiertem, organischem Material

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Bremsbeläge aus Hack
Bremsbeläge aus Hackfleisch?

Manchmal treibt die Entwicklung bei organischen Bremsbelägen schon merkwürdige Blüten.

Erst gestern wurde bekannt, dass ein renommierter Hersteller von Bremsbelägen Versuche mit Reibmaterialien auf Basis von - Ihr werdet es nicht glauben - Hackfleisch gemacht hat!

Die Ingenieure erhitzen das gesäuberte und mit verschiedenen Zusatzstoffen angereicherte Ausgangsmaterial dabei in einem speziellem Unterdruck-Autoklaven unter Ausschluss von Sauerstoff im Total-Vakuum über 14 Stunden auf knapp 1650 Grad Celsius.
Dadurch verändere das organische Material seine Struktur signifikant und biete durch die Carbonisierung eine extrem hohe Festigkeit sowie einen, je nach Ausgangsmaterial, unterschiedlich hohen Reibwert.

Nebeneffekt und Einsatzzweck

Ein erfreulicher Nebeneffekt soll laut Aussage von Dipl. Ing. Frank Brät das "angenehme Grillaroma" bei längeren Bremsungen sein. Der Kunde habe, wenn diese Entwicklung die Marktreife erreiche, die Auswahl aus verschiedenen Mischungen.

  • Für den reinen Straßenverkehr empfiehlt sich der Einsatz von reinem Schweinehack.
  • Wer sein Auto von Zeit zu Zeit auch auf der Rennstrecke bewegt, aber im Straßenverkehr nicht auf Komfort verzichten will, kann eine Mischung aus Rind & Schwein im Verhältnis 30:70 - 50:50 einsetzen.
  • Für den harten Renneinsatz müsse man aber schon auf die 100%ige Rinder-Beläge setzen, auch wenn der Geräuschkomfort dabei ein bisschen auf der Strecke bleiben würde, so Brät.

Special Editions

Fahrer exklusiver Fahrzeuge können zukünftig auch auf Sondereditionen in Kleinauflage zurückgreifen. Erfolgreiche Test wurden bis dato mit Bison-, Schwarzbär-, Elch- und Kängurufleisch gemacht.

Prinzipiell könne man mit der neuen Technologie jedes halbwegs magere Fleisch zu Bestandteilen eines Bremsbelags verarbeiten. "Es kommt ganz auf die Vorlieben des Kunden an - realisieren können wir mittlerweile fast alles!" Lediglich Fisch und Huhn würden auf Grund der Struktur keine wirklich guten Ergebnisse liefern.

Noch nicht das Ende

Die nächste Entwicklungsstufe sollen dann vegetarische und als finalen Step vegane Bremsbeläge sein. "Da stecken wir aber noch ganz am Anfang der Entwicklung!", so Brät.

Alles in allem eine kuriose, aber durchaus spannende technologische Entwicklung deren Fortgang wir genauestens im Auge behalten werden.

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Kommentar von Pos7alDude |

Hey, 1.April! :D

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