Die IAA elektrisiert und mördert mit Türen

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Ende September lud die automobile Welt erneut ins hessische „Mainhattan“. Dort feierten sich die Autobauer, und alle, die damit zu tun haben, auf der 2011er IAA in Frankfurt nach überstandener Weltwirtschaftskrise mit neuen Absatzrekorden und einer amtlichen Premierenflut. Allen voran zahlreiche Elektroautos, von denen nun endlich auch die ersten Modelle in die Großserie gehen, wie z.B. der Ampera von Opel. Diese konnte man während der Pressetage dann auch auf dem Gelände der IAA ausgiebig probefahren. Allerdings musste man als Fußgänger ganz gehörig aufpassen, nicht von den lautlosen Stromern über den Haufen gefahren zu werden.

Einhelliges Designmerkmal der Studien waren dieses Jahr die sog. „Suicide-Doors“. Egal ob Volvo Concept You, Ford Evos, Kia GT, BMW i3 oder auch Infiniti Etherea. Alle versprechen sich und uns damit ein großzügigeres Raumgefühl und leichteres Einsteigen. Und mit uns meine ich, die gefühlt 100.000 Besucher alleine am letzten Besuchersamstag. Verschiedentlich war das Personenaufkommen so hoch, dass zeitweise ganze Hallen gesperrt werden mussten.

Apropos Halle: Audi baute sich eine Agora, schaute dabei bei BMW ab, und lieferte seinerseits ein 10 Millionen Euro teures, aber viel zu enges Ausstellungsgebäude samt Rundstrecke auf dem Freigelände ab. Ansonsten lagen die Unternehmensmarken allesamt dicht beieinander – gut so. Die großen Vier stellten ihre Schmuckstücke einmal mehr jeweils in komplett angemieteten Hallen aus: neben besagter Marke mit den vier Ringen auch BMW, VW (samt Konzerntöchter) und Mercedes. Während letzterer sich sogar traute die neue Monster-Zugmaschine, den neuen Actros, zu präsentieren. Man konnte hier wohl die Nutzfahrzeuge-IAA nicht mehr erwarten. Nettes Detail am Rande: Mit Hilfe des eSmarts konnte man gar den alten Spieleklassiker Pong steuern.

Ein echtes Highlight war aber der neu aufgelegte Beetle von VW (am originellsten davon in der „Fender“-Edition), der nun deutlich an Profil, Charme und Frische gewonnen hat. Auch die Chinesen wagten sich wieder einmal, wenngleich auch deutlich leiser auf das europäische Parkett: u. a. mit einer Studie, die nach einer Mischung aus VW Tiguan und Ford Kuga aussah. Naja, von den Chinesen haben wir ja auch eigentlich nichts anderes erwartet. Ebenso auch, wie sie unter den Autos lagen und jeden Quadratmillimeter fotografierten.

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