GTÜ-Halbjahresbericht

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Die Pkw-Prüforganisation GTÜ hatte bei den Hauptuntersuchungen (HU) im ersten Halbjahr 2014 deutschlandweit einen Marktanteil von circa 15,1 Prozent und meldet in ihrem Halbjahresbericht zwar einen etwas reduzierten Anteil der bemängelten Fahrzeuge, aber warnt dennoch davor die Entwicklung der Gesamtsituation zu optimistisch zu betrachten.

GTÜ-Mängelquote 1 Hj. 2014
GTÜ-Mängelquote 1 Hj. 2014
Quelle: GTÜ

Die GTÜ beruft sich in ihrem Bericht auf die 2,1 Millionen Fahrzeuge, die von der GTÜ im ersten Halbjahr 2014 bei der Hauptuntersuchung geprüft wurden. Über 60 Prozent der Kraftfahrzeuge haben die HU ohne technische Beanstandungen, wie beispielsweise Mängeln an der Bremse, absolviert. Demnach sind von den bundesweit 43,9 Millionen zugelassenen Kfz hochgerechnet über 26,3 Millionen weitgehend mängelfrei.

Nicht alles perfekt

Trotz der leichten Verbesserung meldet die GTÜ, dass circa 24 Prozent der Fahrzeuge im alltäglichen Straßenverkehr erhebliche Mängel aufweisen. Die GTÜ hat diese Mängel in fünf Kategorien eingeteilt. Bei ungefähr 13 Millionen Pkw bestehen Mängel bezüglich der Beleuchtung und Elektronik. Desweiteren fahren circa 8,6 Millionen Fahrzeughalter mit Mängeln an der Bremse. Im weiteren Verlauf der Statistik liegen umweltschädliche Mängel, wie zum Beispiel Lärmbildung, schlechte Abgaswerte und Öl-Verlust, sowie Defekte an Achsen, Aufhängung und Rädern auf Platz drei und vier. Am wenigsten werden fehlerhafte Fahrgestelle und Karrosserieteile beanstandet.

Mängelquote nach Fahrzeugalter
Mängelquote nach Fahrzeugalter
Quelle: GTÜ

Je oller je doller

Die Ergänzung von Erfahrungswerten verdeutlicht in dem Halbjahresbericht, dass das Alter der Pkw entscheidenden Einfluss auf die Häufigkeit der Reparatur-Bedürftigkeit hat. Durchschnittswerte besagen demnach bei Fahrzeugen in den ersten drei Jahren das Auftreten von circa 12 Mängeln und innerhalb von neun Jahren circa 160 Mängel.

Der technische Leiter der GTÜ, Rainer Süßbier, führt den geringfügigen Rückgang der Mängel maßgeblich auf zwei Faktoren zurück. Einerseits werden, laut seiner Aussage, die Pkw in Deutschland allgemein mit steigender Tendenz häufiger zu Inspektionen und Wartungen gebracht, sodass weniger Schäden entstehen können und die Kfz zugleich durchschnittlich kürzer mit Mängeln im Straßenverkehr unterwegs sind, beispielsweise durch regelmäßige Überprüfung von Verschleißteilen wie der Bremse. Andererseits begründet er die allgemein verbesserte Situation mit der werkseitig, steigenden Qualität der Fahrzeuge und Ersatzteile.

Die Zukunft

Aufgrund dessen sieht die GTÜ für sich prognostizierend eine stabile Zukunfts-Entwicklung mit Wachstumspotenzial. Nach den 2,1 Millionen Hauptuntersuchungen der GTÜ im ersten Halbjahr 2014 rechnet das Unternehmen im zweiten Halbjahr mit einem leichten Rückgang auf 2,0 Millionen Pkw-Hauptuntersuchungen. Dennoch ist die Situation der GTÜ und deren 2.200 Partnern sowie 800 Prüfstellen als positiv zu bewerten, da die Stuttgarter Prüf- und Sachverständigenorganisation die Marktanteile, trotz kleinerem Gesamtmarkt, weitgehend stabilisieren und im Rahmen von unabhängigen Kundenzufriedenheits-Studien erneut Höchstwerte erzielen konnte.

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