Projekt Essen Motorshow 2012 - Eine Retrospektive

(Kommentare: 1)

Einige Wochen vor der Motorshow in Essen hat uns unser Partner RH-Renntechnik gefragt, ob wir nicht auch mal auf der Essen Motorshow ausstellen möchten. Er hatte einen 16x5m großen Standplatz in Halle 12 ergattern können und könnte uns einen Teil dieses Areals zur Vefügung stellen. Die Idee uns der breiten Masse von Auto-Enthusiasten zu präsentieren fanden wir sehr interessant und sagten kurzerhand zu. So eine Chance darf man sich ja nicht entgehen lassen.

 

Planungsphase

Eins war von vorneherein klar - wenn wir uns auf der Messe präsentieren, dann machen wir das richtig und nicht mit einem 0815-Messestand. Es sollte schon was eigenes und repräsentatives sein. Da wir uns für eine Fläche von 3x5 Metern entschieden hatten, wurde also fleißig im Internet gesurft, die unterschiedlichsten Möglichkeiten geprüft, 3D Zeichnungen erstellt und schlussendlich fiel die Wahl auf ein 3x5x3 Meter großes 3-Punkt Traversensystem, das unseren Bedürfnissen am besten entgegen kam.
Doch damit alleine war es ja nicht getan - so ein Messestand muss ja auch nach was aussehen. Viele Fragen mussten also im Vorfeld geklärt werden... Welche Banner, welche Slogans, wie soll die Stand-Ausstattung aussehen, wie präsentieren wir die Ware etc. ... Es war also noch einiges zu tun.

Glücklicherweise hatten wir noch ein paar Warenpräsenter im Lager, die für den Messeauftritt nahezu ideal waren. Fein! Auch die Wahl der Vitrinen war recht einfach - hier haben wir einfach auf bewährtes und kostengünstiges Material eines schwedischen Möbelhauses gesetzt.

Die große Frage war allerdings der Beratungstresen - so etwas hatten wir nämlich noch nicht und auch noch keine wirklich kluge Idee, wie so was aussehen könnte.
Der Tresen sollte ja schließlich ein zentrales Element unseres Standes sein und sich durch Originalität von der Masse abheben.

Also haben wir uns wieder auf die Suche nach außergewöhnlichen Ideen gemacht, die das Thema Auto, Motorsport etc. abbilden könnten. Unsere Wahl fiel schließlich auf ein 200 Liter Ölfass mit Tür, welches als Basis für den Tresen dienen sollte. Eine Vitrine und ein Warenpräsenter sollten als weitere Elemente eingebunden werden. Ebenfalls sollte die komplette Verkabelung für die Technik (PC, Monitor, Drucker) in das Ölfass integriert und ein iPad als Eyecatcher angebracht werden.

Um das ganze dann visualisieren und die Dimensionen sowie das Aussehen vorab überprüfen zu können, haben wir auch hier zunächst ein paar 3D-Modelle entwickelt. Die anschließende Realisierung und Umsetzung dieser Ideen wurde dann in die fachkundigen Hände der Schreinerei von Caravan Herrmann gelegt, die wirklich einen hervorragenden Job gemacht hat.

Auf den Zeichnungen sah das alles schon ziemlich gut aus und die gesamte Ausstattung hatte auch schon ihren festen virtuellen Platz auf unserem Areal.

 

Banner

Nun ging es an die Gestaltung der Banner und der 3x3 Meter großen Rückwand des Messestands. Was macht man mit so einer großen Fläche? Nach einiger Überlegung fiel die Wahl auf die Anhalterin aus unserer Kundenzeitschrift “STOP” mit dem etwas frivolen Slogan “Wir bringen Sie zum Stehen!”. Stimmt ja auch - unser Steckenpferd sind ja schließlich Bremsen und Bremstechnik. Und wenn das nicht zum Stehen bringt - was dann?

Die oben umlaufenden Banner haben wir sehr minimalistisch gehalten und nur mit unserem Firmennamen und Slogan auf schwarzem Grund bedrucken lassen - weniger kann machmal auch mehr sein ...

Für die Sichtbarkeit aus der Ferne hatten wir uns dazu entschieden, große Banner herstellen zu lassen, die von der Decke abgehängt wurden. Unser Stempel mit dem Slogan “Wer besser bremst steht schneller” war hierzu die erste Wahl.

 

Probeaufbau

Da wir alle bis dato noch keine wirklichen Erfahrungen mit Traversen- und Messesystemen etc. hatten, haben wir uns entschieden vorher einen Probelauf zu machen, um zu schauen was wo hin kommt, wie ein so großes Traversensystem wirkt und welcher der Einrichtungsgegenstände wo am besten zu stehen kommt, ohne im Weg zu stehen oder uns und die Kunden zu behindern.

Gesagt - getan: An einem Samstag - 3 Wochen vor Messebeginn - haben wir das ganze Material in unsere Halle transportiert, ausgepackt und näher in Augenschein genommen. Sieht ja gar nicht so schwierig aus ...
Also mit Knarre und 19er Schlüssel bewaffnet erst mal die Verbindungsstücke an die Traversenelemente geschraubt und dann überlegt, wie das obere Karee am einfachsten montiert werden kann. 200er Stücke, 80er Stücke und Eckelemente mussten kombiniert werden um ein großes ganzes zu ergeben. Nach ein paar Versuchen stand der obere Rahmen auf den 80cm Elementen und es zeigte sich zum ersten mal, welche Ausmaße das ganze Gestell einehmen würde.
Die Einrichtungsgegenstände wurden mit Pappe und Holzböcken simuliert und boten einen groben Überblick, wieviel Platz dann nachher real auf dem Messestand übrig war.

 

Aufbau

Da wir beim Probeaufbau ja so einiges an Erfahrung sammeln und auch schon einiges vorbereiten konnten, verlief der Aufbau des Messestands am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag vor der Messe auch erstaunlich reibungslos. Der Teppich war schnell geklebt und das Traversensystem schnell auf die geplante Größe zusammengesteckt. Nach der Montage der Banner und der kompletten Beleuchtungs-Elektrik wurde der komplette obere Rahmen einfach von 4 kräftigen Mitarbeitern auf 2m Höhe gehoben und die restlichen 2m Traversen-Elemente drunter gesteckt. Fertig war der Aufbau - zumindest was das Traversensystem und die Banner anging.

Den restlichen Tag haben wir dann mit dem Aufbau der Vitrinen, der Montage der Möbel und den ersten Leucht-Proben verbracht.
Am zweiten und dritten Tag des Aufbaus wurden die Spuren des Aufbaus beseitigt, die Ware eingeräumt und die Flyer auf die einzelnen Aufsteller verteilt. Dem Fachbesuchertag am Freitag stand somit nichts mehr im Wege.

 

Messebetrieb

Die Kommentare der Messebesucher haben gezeigt, dass wir mit unseren Ideen alles richtig gemacht und einen recht repräsentativen Messestand kreiert haben. Unser Beratungs-Angebot wurde gut angenommen, es wurden viele gute Gespräche geführt und die Besucher haben sich auf unserem Stand offensichtlich wohl gefühlt. Sämtliche Produkte wurden adäquat präsentiert und erfreuten sich reger Beachtung. Gerade die prominent und anfassbar montierten Bremsscheiben kamen bei den Besuchern gut an. Aber auch die herstellerspezifische Präsentation in den Vitrinen sowie die große Auswahl an Flyern, Katalogen und Aufklebern standen den Bremsscheiben-Aufstellern ich nichts nach.

Einige Bilder vom Messebetrieb können Sie sich in der Galerie am Ende dieses Beitrags ansehen.

Durch die großen und gut sichtbaren Banner waren wir und unser Stand schon aus der Ferne erkennbar - selbst vom anderen Ende der Nachbarhalle 11 konnte man erkennen, wo at-rs.de auf der Messe zu finden war.

 

Von der Planung zum realen Stand

Wie nah der reale Messestand dann wirklich an den 3D Zeichnungen war, hat uns echt gefreut. Hier hat sich mal wieder gezeigt - Planung und Vorbereitung ist alles. Wenn man die 3D- Zeichnungen mit der Realität vergleicht muss man sagen - tolle Arbeit - sowohl bei der Planung, den Zeichnungen als auch bei der Umsetzung.

Hier sind ein paar Vorher-Nachher Vergleiche:

 

Abbau

Der eigentliche Abbau nach Messeschluss war dann auch erstaunlich unkompliziert.
Die Ware und sämtliche Flyer wurden wieder sauber verpackt, die Technik demontiert und verstaut und dann ging es auch schon an die Demontage des Traversensystems.
Schrauben lösen, den oberen Rahmen wieder von 2m Höhe herunterheben, Lampen abhängen und Verkabelung entfernen waren da die einfacheren Aufgaben.
Die Entfernung des Teppichs war da schon die größere Herausforderung. Den haben wir nämlich wohl zu gut befestigt. Die Entfernung des Klebebands - von dem wir reichlich benutzt hatten - hat 3 Mann ca. eine Stunde lang beschäftigt ... Hartnäckiges Zeug ;)

Schlussendlich war aber auch das geschafft und wir konnten anfangen den LKW von Europcar zu beladen. Dank Hebebühne ging das auch erstaunlich flott und nahezu ohne Zwischenfall von statten. Nach gut 4 Stunden war alles verpackt und der LKW beladen.

 

Fazit

Es hat sich gezeigt, dass man selbst als “Neuling” im Messegeschäft mit engagierten Mitarbeitern, ordentlicher Planung und kompetenten Firmen binnen kürzester Zeit ein recht ansehnliches Messekonzept auf die Beine stellen kann. Natürlich ist das um einiges aufwändiger als wenn man ein fertiges Standsystem mietet - aber so hebt man sich definitiv besser von der Masse ab und kann selber bestimmen, was man braucht und wie das ganze aussehen soll. Bis auf ein paar kleine Kritikpunkte ist der geplante und realisierte Messestand doch ziemlich gut geworden ...

Danksagungen:

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei allen Firmen und Helfern bedanken, die an diesem Projekt beteiligt waren.

Nachtrag:

Natürlich sind wir hier nicht auf alle Planungs- und Auswahlschritte eingegangen - das hätte definitiv den Rahmen gesprengt. Gerade die Suche nach kleinen Teilen, die z.B. zur Präsentation, Befestigung und Beschriftung der Ware benötigt wurden, haben wir hier bewusst ausgelassen.

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Kommentar von A. Mehrens |

Prima Bericht und tolle Bilder. Gefällt mir.
Da kann man nur noch ein erfolgreiches neues Jahr wünschen. :-)
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