Bremsscheiben-Reinigung Audi A3 (8V)

(Kommentare: 14)

How to make hintere Bremsscheiben shiny again… ;)

Bremsscheiben-Reinigung durch YellowStuff Beläge auf Audi A3 Hinterachse

Viele Fahrer eines Audi A3 (8V) (und auch die einiger anderer Fahrzeuge) werden das Problem kennen - die hinteren Bremsscheiben sehen nach kurzer Zeit (und von da an eigentlich immer) ungepflegt und leicht gammelig aus. Und das, obwohl das Fahrzeug täglich bewegt und auch nicht nur zaghaft abgebremst wird.

Woran liegt das?

Eigentlich ganz einfach: an der, bei diesen Fahrzeugen sehr sparsamen, Verteilung der Bremskraft auf die Hinterachse und den recht unaggressiven Bremsbelägen ab Werk.

Genau dieses Phänomen schilderte uns unser Kunde Michael - seines Zeichens Besitzer und Fahrer eines späten 2012er Audi A3 (8V) 2.0TDi Quattro vor kurzem per Email.

Die 272mm Scheiben auf der Hinterachse seines Audi A3 würden vergammeln und er hätte schon alles probiert, um den Korrosionsflecken, den Riefen und dem sich bildenden Rostrand der Scheiben Herr zu werden. Leider hätten es weder das Betätigen der elektronischen Parkbremse während der Fahrt (das Thema hatten wir erst unlängst bei Facebook), noch starke Bremsungen bis in den ABS-Regelbereich geschafft, die Bremsscheiben wieder frei zu bremsen und zu säubern.

Nach 62000km war es dann Zeit für neue Bremsscheiben - welche nach kurzer Zeit (ca. 2000km) aber die gleichen Probleme zeigten. Offensichtlich reicht die Bremskraft und die Wirkung der Bremsbeläge auf die Bremsscheiben gerade mal so, um das Fahrzeug beim Bremsen in der Spur zu halten - aber nicht für mehr.

Nun war die Frage von Michael, ob es für sein Fahrzeug auch alternative Bremsbeläge gäbe, die etwas besser "zupacken" und eine schleifende Wirkung haben.

Nach kurzer Recherche wurde klar: Der aktuell einzig zugelassene Belag mit guten abrasiven Eigenschaften ist der EBC Yellow Stuff.

Gesagt getan - die YellowStuff wurden bestellt, geliefert und auf die Hinterachse des Audi geschraubt.

Vor kurzem erhielten wir dann eine erfreuliche Nachricht von Michael, in der er uns mitteilte, dass schon nach etwas mehr als 20km (auf der Heimfahrt von der Werkstatt) ein deutlicher Zuwachs an Bremsleistung zu spüren war. Auch die erhoffte Reinigung hätte nach den 20 km schon eingesetzt und würde von Tag zu Tag besser werden. Mittlerweile - nach fast 500km wären die Scheiben komplett blank, glatt und eben.

Ganz toll ist: Michael hat den Fortschritt der Reinigung fotografisch dokumentiert und die Kilometerleistung dazu geschrieben. So können wir (und natürlich Ihr) die “Reinigungsleistung” der EBC YellowStuff Beläge bildlich nachvollziehen.

Wir sagen vielen Dank an Michael für die vorbildliche und anschauliche Dokumentation des Reinigungsfortschritts - es freut uns, dass das Ergebnis den Wünschen entspricht.

Möglicherweise ist diese Lösung ja auch für andere A3-Fahrer interessant - die Ergebnisse sprechen ja für sich.

Unsere Fachberater stehen aber auch den Fahrern aller anderen Fahrzeuge bei solchen oder anderen Problemen mit Rat & Tat zur Seite - telefonisch unter 02163/9499840 oder schriftlich über unser Kontaktformular.

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Kommentar von Coolhard |

Nee, nee, Michael schummelt da nicht, das ist eine ganz ehrliche Haut.
Ich selbst fahre ja schon viele Jahre vorher die Ferodo DSP auf R Modellen, da hat sich das Thema Rost mit der Zeit ebenso rück gebildet. Das Tragbild ansich ist zudem noch besser als mit den Yellow Stuff.

Antwort von Autoteile Ralf Schmitz

Danke für die Bestätigung! Prinzipiell ist es auch egal, welche Beläge für die Reinigung herangezogen werden - im Fall von Michael waren die Yellowstuff halt die einzigen "abrasiveren" mit Zulassung... Möglicherweise klingt der Beitrag ein µ zu sehr nach Werbung für den Yellowstuff, aber wie Sie schon schreiben, gibt es auf anderen Fahrzeugen definitiv noch weitere Kandidaten, welche diese Art der Reinigung ermöglichen, ohne das Bremsverhalten signifikant zu verändern. Das grundsätzliche Prinzip ist identisch - gröbere "Körnung" bedeutet mehr Abtrag.

Kommentar von Georg Zeiger |

So ganz können die Fotos aber nicht stimmen: Auf dem Bild, das angeblich das Tragbild nach 2000 km mit Originalbelägen zeigt, ist die Scheibe am Außenrand (nicht Rand der Reibfläche!) total rostig. Die späteren Fotos zeigen eine Scheibe, die außen herum keinen Rost hat - aber hier liegen die Bremsbeläge überhaupt nicht an und das zeigt, dass hier andere Scheiben abgebildet werden. Ich will den Yellow Stuff nicht ihre positiven Eigenschaften abstreiten, aber SO kann das niemals sein!

Antwort von Autoteile Ralf Schmitz

Wie Coolhard schon schreibt, gibt es keine nachvollziehbaren Gründe, warum der Michael die Bilder gefaked haben sollte. Ob die Bremsscheiben beim Wechsel der Beläge auf die Yellowstuff am Rand nochmal gereinigt und wie im Beitrag von Hr. Eller z.B. mit Ofenrohrlack o.ä. beschichtet wurden, ist leider nicht überliefert... Da aber auch andere Kunden über ähnliche Erfahrungen berichtet haben, ist die Wirkung ja nicht von der Hand zu weisen. Skepsis ist natürlich immer angebracht, aber in diesem Falle sprechen die positiven Ergebnisse und Berichte für sich.

Kommentar von Eller Herbert |

Möchte meinen Kommentar vom 24.4.2018 ergänzen. Habe mit den EBC Yellowstuff nun schon 3 Winter hinter mir. Wie gesagt in Tirol mit irren Salzmengen und siehe da die Bremsflächen sind immer noch über die ganze Breite blank wie auf den Bildern des Beitrages. Natürlich war die Scheibe oben und dort wo die Reifen montiert sind voller Flugrost (habe ich mit Ofenrohrlack lackiert), aber wie gesagt die Bremsflächen sind perfekt blank, die Bremswirkung somit voll da.

Antwort von Autoteile Ralf Schmitz

Hallo Herr Eller, vielen Dank für das Update - das sind doch mal erfreuliche Neuigkeiten, die das Konzept der "Reinigungs-Bremsbeläge" für die Hinterachse mancher Fahrzeuge schön bestätigt. Fahren Sie weiterhin vorsichtig und bleiben Sie gesund!

Kommentar von Coolhard |

Eine Bremslastverteilung bei benannter Plattform von 80/20 wäre schon als traumhaft zu bezeichnen. Ideal wäre 75/25, nur das erreichen wenn Mittelmotor Fahrzeuge. Im Falle von der MQB Plattform als auch den Vorgängern, kann man schon froh sein wenn 85/15 der Fall sind.

Kommentar von Hansi |

Man muss sich schon wundern, wenn man den Kommentar von Paul vom 8. November 2018 liest.
So steht dort u.a:
" Man kann sich leicht erklären, daß ein Fahrzeug mit 60/40 Achslastverteilung und unter 80/20 Bremsbalance nicht optimal ist. Bei Rennwagen wird auch ständig die Balance justiert, muß also schon einen Sinn haben."

Falscher geht es nicht.
Die von Paul amgesprochene Achslastverteilung bezieht sich auf das Fahrzeug im Stand.
Beim Bremsen hingegen aus z.B. 100 km/h ergibt sich eine völlig andere Belastung auf der Vorderachse. Dort haben wir eine dynamische Achslastverteilung.
Diese ist von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Beladung, Radstand, Höhe des Fzgs, Geschwindigkeit u.w, und hat überhaupt nichts mit der Achslastverteilung den stehenden Fahrzeugs mit z.B. 60:40 zu tun, wie der Paul schreibt. Sie nimmt sogar überproprtional mit der Geschwindigkeit zu.
Und sein Vergleich mit "Rennwagen" ist ohnehin in diesem Fall unsinnig.

Und weil dem Bremsen aus Gründen der Sicherheit eine hohe Bedeutung zukommt, ist es umso wichtiger sich um die "richtigen" Schreiben und Beläge zu kümmern. Und regelmäßige Kontrolle so wie ggf. Wartung ist ohnehin angebracht, wie ja die Beispiele zeigen.
Hier ist AT-RS ein super Ratgeber und hat zudem für jedes Fzg und jedes Fahrprofil die passenden Komponenten.

Kommentar von Coolhard |

Das Problem der geringen Reibwerte Audi/ VW etc. der Bremsbeläge bei den HA Bremsscheiben, war bereits bei den Vorgänger Plattformen bekannt. Bei der MQB Plattform hat sich das nochmals verschlechtert auf Grund einer weiterhin nicht optimalen Bremslastverteilung bzw. zu geringen Reibwerten der HA Beläge. Ergebnis, VA stärkeres eintauchen, unruhige Hinterachse bei BAB Starkbremsungen, Riefen in den Scheiben, Gammel wie hier bebildert beschrieben. Zudemsubjektiv empfunden eine insgesamt weniger gute Bremsleistung.

Diese Problem war schon bei den R32/ A3 8P Modellen bekannt. Hierbei hat sich nach ausgiebigen Tests, als optimaler Belag der Ferodo DSP Belag mit ECE-90 Freigabe übergreifend herausgestellt.

Nach nun ebenfalls Verbau der DSP Beläge an der Golf 7R Hinterachse, war bereits nach Einbremsphase von 30 Bremsungen (DSP spezifisch), nach ca. 10km die erste Verbesserung signifikant spürbar und ersichtlich. Das Fahrzeug bremst nun wieder wie es sein sollte, auch auf der HA und ist nun Spur stabil. Das VA Eintauchen hat sich verbessert, die Bremsleistung hat sich ebenso verbessert und das Überbremsen der VA ist nun optimiert.
Unter dem Aspekt das Bessere ist des Guten Feind, ist auch auf Grund Erfahrungen mit den Yellow EBC der DSP Belag als noch besser zu bezeichnen.

Übrigens auch ab Werk kann man den Gammel optimieren, dazu Bedarf es lediglich der Gti CSS Beläge und die sind von Ferodo ;) nur deutlich teurer als aus dem ZB Markt.

Die DSP vertragen sich entgegen teils anderer aggressiver Beläge bestens mit den OEM Scheiben, sowie ATE, Zimmermann, Becker, Tarox, Stoptech etc. Der Scheiben Verschleiß ist deutlich besser als Serie und es ergibt sich ein sehr glattes Scheiben Abbild.

Auf Grund sehr konstanter Reibwerte kalt, als auch warm von im Mittel 44müh bis max. 46 müh, harmonisieren diese Beläge bestens mit den Scheiben und sind auch für den ab und an Einsatz auf der NOS etc. zu empfehlen.

Kommentar von Paul |

Es ist schon recht traurig, wenn man den letzten Beitrag liest. Zu behaupten, die hinteren Bremsen sind nur zur Dekoration und müßten bei Riefenbildung regelmäßig gereinigt werden, grenzt schon an Unwissenheit. Man kann sich leicht erklären, daß ein Fahrzeug mit 60/40 Achslastverteilung und unter 80/20 Bremsbalance nicht optimal ist. Bei Rennwagen wird auch ständig die Balance justiert, muß also schon einen Sinn haben.
Ich habe nun schon diverse VAG Fahrzeuge seit 1995 mit immer gleichen Symptomen gehabt, und das lag nicht am Fahrstil. Die allseits gewünschten staubfreien Beläge und konservative Bremsabstimmung beißen sich halt mit einer sauberen Scheibe.
Ich habe vor mehr als einem Jahr auch die gelben Beläge im 8V5 mit 150PS verbaut. Allein der Unterschied in der Bremswirkung war beträchtlich. Beim TÜV lag trotzdem hinten nur 25% an, da weiß ich, was es vorher gewesen sein mußte. Ich hatte auch keine Sorgen mit überbremsender Hinterachse, aber die Scheiben waren immer blitzblank. Nur die Staubentwickling ist recht groß, die hinteren Felgen waren gleich verschmutzt wie vorn. Nun werde ich das auch beim 190PS Quattro machen, überlege aber die grünen zu nehmen, damit der Dreck nicht ganz so groß ist. Da verzichte ich auch auf 0,05 Reibwert. Ich hoffe nur, daß die Scheibe noch genügend Reibung abbekommt.

Kommentar von Hansi |

Eigentlich halten Bremsscheiben i.d.R. doch für 2 Sätze Beläge.
Auch bei ganz normalen ATE-Scheiben darf es keine solchen Korrosionsschäden geben. Und die gibt es auch nicht, wenn die Bremssättel + Beläge regelmäßig kontrolliert und ggf. gewartet werden.
Selbstverständlich gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Herstellern und somit auch "bessere" oder auch "schlechtere" Scheiben/Beläge.

Beachten sollte man aber, dass die hinteren Bremsen in erster Linie eben nicht die Aufgabe haben, das Auto abzubremsen. Sie haben vielmehrt die Aufgabe, beim Bremsvorgang das Auto in der Spur zu halten.
Gebremst wird vornehmlich mit der vorderen Bremse.

Die hintere Bremse ist schwächer ausgelegt und bremst "nur" je nach Fzg-Hersteller vielleicht zu 20% oder gar weniger mit. Deshalb sind auch regelmäßig die Scheiben und Beläge kleiner. Wenn dann die Führung des Belags im Sattel vergammelt (Salz + Rost u.w.), wird hinten fast überhaupt nicht mehr mitgebremst und die Scheiben (aller Hersteller) bekommen Korrosionsschäden.
(s.a. mein Beitrag vom 27.06.17)

Kommentar von Eller Herbert |

Ich fahre einen AUDI A3 Sportback Sportquattro mit 150 PS TDI Motor. Auch bei mir waren die hinteren Bremsscheiben nach nur 3 Jahren total im Eimer (Fahre allerdings in Tirol ca. 5 Monate auf gesalzener Straße und zwar wird da das aggressive Kaliumchlorid gestreut). Habe dann ATE Scheiben mit den empfohlenen EBC yellowstuff montiert und bin vorerst nach 1 Jahr begeistert von Bremswirkung und Bremsbild der Scheiben.

Antwort von Autoteile Ralf Schmitz

Hallo Herr Eller,

auch Ihnen vielen Dank für Schilderung und die Bestätigung unserer Lösung, selbst unter diesen widrigen Umständen. Es freut uns, dass Sie nicht nur mit der neu gewonnenen Sauberkeit der Scheiben, sondern auch mit der Bremswirkung zufrieden sind. 

Kommentar von Joachim Eberbach |

Ich fahre jetzt das 4. VAG-Produkt in Folge. Nach Golf IV und V GTI dann einen Golf VI GTI, bei dem die oben beschriebenen Bremsscheibenbilder erstmals auftraten. Nachdem ich etwa zwei Monate vor der ERSTEN Hauptuntersuchung den Hinweis erhalten habe, mit den eingelaufenen und völlig verrosteten Bremsen an der Hinterachse keine neue Zulassung mehr zu bekommmen, habe ich AT-RS kontaktiert und mir wurde empfohlen, hinten ATS Scheiben mit EBC Yellow Stuff Belägen zu montieren. Dies habe ich getan und die Bremsen zeigten bis zum Verkauf des Fahrzeugs nach sechs Jahren und fast 100000km ein einwandfreies Tragbild. Nun fahre ich einen Audi S3, Bj. 9/2015 und habe genau dasselbe Problem wieder. Trotz sogenannter Premiumqualität (Werbeaussage Audi) ist offensichtlich genau dasselbe (schlechte) Material verbaut, wie beim Golf vorher und somit werde ich wohl oder über wieder vor der HU im diesjährigen September das mangelhafte Material gegen die bereits bekannte Kombination aus Scheiben und Belägen austauschen müssen (ist bereits bestellt). Der Zustand des Einlaufens der Scheiben begann bereits nach etwas mehr als einem halben Jahr, bei Audi nachgefragt wurde mir eine zu defensive Fahrweise als Grund vorgeworfen, ich müsste halt des Öfteren eine Vollbremsung machen. Der Service und die zuvorkommende Behandlung bei Händlern des VAG-Konzerns endet offensichltich mit der Bezahlung der Produkte und ändert sich dann in Arroganz und Gleichgültigkeit. Gut, dass es dann wenigstens im Zubehörhandel Adressen gibt, wo man korrekt beraten und bedient wird. Danke schonmal dafür.

Antwort von Autoteile Ralf Schmitz

Herzlichen Dank für die ausführliche Schilderung und die Bestätigung, dass unsere Lösung funktioniert. Dass der Fehler nicht bei den Fahrzeugen der VAG oder an der Qualität des verbauten Materials sondern beim Fahrer liegt, war fast klar - schließlich werden hier nur hochqualitative Bauteile in Premiumqualität verbaut... ;) Danke nochmal, dass Sie sich die Zeit genommen haben und Ihre Erfahrungen mit unseren Lesern teilen! 

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